Häufigkeit
Angaben zur Häufigkeit von autistischen Erscheinungsformen schwanken stark. Untersuchungen in Deutschland sind uns nicht bekannt.
Auf internationaler Ebene liegen die durchschnittlichen Angaben in den letzten Jahren bei ca 0,6 - 0,8 %.
Die unterschiedlichen Zahlen entstehen durch Unterschiede in Bezug auf die diagnostischen Erfassungen. Die Werte steigen in den letzten Jahren, wobei als Ursache eher geänderte Kriterien und eine stärkere Aufmerksamkeit als eine Zunahme von autistischen Erscheinungsformen gesehen wird. Nach wie vor ist von einer großen Dunkelziffer auszugehen, vor allem in Bezug das Asperger-Syndrom.
Durchschnittliche Angaben zum Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen:
Frühkindlicher Autismus: Zwischen 2:1 und 7: 1
Asperger Syndrom: Zwischen 6:1 und 15:1
Man geht jedoch davon aus, dass Mädchen vor allem bei leichteren autistischen Erscheinungsformen diagnostisch weniger erfasst werden, weil es ihnen teilweise leichter fällt, sich zumindest im Laufe der Zeit in Bezug auf das Kommunikations- und Sozialverhalten etwas anzupassen. Auftretende Probleme in verschiedenen Bereichen werden anders gedeutet.



